Nachruf Herbert N. Maschke
 
Die Jagdhorngruppe Köln trauert um ihr Ehrenmitglied Herbert N. Maschke. Er starb am 11. März 2021 im Alter von 78 Jahren in seinem neuen Wohnort Kefenrod.
 
Er stieß schon 1956 im Gymnasialalter zur Jagdhorngruppe Köln, da sein Vater, der Brühler Augenarzt Dr. Herbert Maschke, ebenfalls Förderer und Ehrenmitglied, in seinen Revieren Wert auf Jagdtradition legte, und daher der Sohn die Jagdsignale beherrschen sollte. Allerdings musste der Besuch der Übungsabende, noch unter der Leitung des Gründers der Jagdhorngruppe, Walafried Malzkorn, auch mal unterbrochen werden, wenn der Vater mit den schulischen Leistungen nicht zufrieden war. Obwohl schließlich die bläserischen Qualitäten (damals noch belegt durch Bläserärmelabzeichen auf der Uniform) unbestritten waren, haben ihm Studium, Militärdienst, Reserveübungen der Fallschirmjäger - er war am Ende Oberstleutnant d.R. - und einiges andere wenig Zeit für eine Teilnahme am Gruppenleben gelassen. 
 
Der Kontakt intensivierte sich erfreulicher Weise sehr, als der Vater Anfang der 1970er Jahre ein neues Revier in der Eifel pachtete und dem Sohn die Revierbetreuung auferlegte. Dies gab einigen arbeitswilligen Jungjägern der Jagdhorngruppe Köln an Aktionstagen (Rodungen, Wildackeranlage, Hochsitzabriss, Leiterbau, Kanzelbau, …) Gelegenheit, die Erfordernisse eines Jagdreviers kennen zu lernen, aber auch das erste Stück und so manches zweite oder dritte Stück Wild zu erlegen. Herbert Maschke war dabei in jeder Hinsicht (Sachkenntnis, Arbeitseinsatz, Jagderfahrung und -passion) bestimmendes Vorbild, aber auch großzügig bei der Freigabe des Abschusses. Für den Erleger war es immer schön, dabei die Freude des Jagdherrn zu spüren. Alle, die dabei waren, haben auch die frohen Runden nach gemeinsamen Ansitz und nach Gesellschaftsjagden genossen. Kein Wunder, dass sich über die vielen Jahre stabile Bindungen formten, die auch seine Ehefrau Mechthild, die zwangsläufig Jägerin werden musste, einschloss. Diese Bindungen blieben auch bestehen, als der bestallte Notar das Notariat in Waldbröl übernahm und dort ein neues Jagdrevier pachtete, das wiederum den Mitgliedern der Jagdhorngruppe Köln ähnliche Möglichkeiten bot. Und auch von dort sind schöne Jagdtage und Hüttenabende in Erinnerung.
 
Herbert N. Maschke gehörte 64 Jahre der Jagdhorngruppe Köln an und war nahezu 50 Jahre ihr großzügiger Gönner. Eine angeschlagene Gesundheit zwang ihn leider, Jagd und Revier aufzugeben und mit seiner Frau zur Familie der Tochter zu ziehen, was ihm Gesundung und einen guten Lebensabend hätte bringen sollen. Leider konnte er nach einer Infektion der ganzen Familie die Covid19-Attacke nicht überstehen.
 
Unserer Mitgefühl gilt seiner, uns eng verbundenen Frau Mechthild, sowie der Tochter und ihrer Familie. Der Bläsergruppe ist es eine Genugtuung, dass trotz der weiten Entfernung und der Einschränkungen durch die Pandemie, eine starke Abordnung ihm das Letzte Halali blasen konnte.
Wir werden Ihn nicht vergessen!
Dr. Erich Graf

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